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Offener Brief des KER-C zum Chemnitzer Aktionstag am 4. Januar. 2012

Mittwoch, Januar 4th, 2012

Anlässlich des vom Chemnitzer Kreisschülerrat, vom Kreiselternrat Chemnitz organisierten und von den drei Lehrergewerkschaften (SLV, GEW und Philologenverband) unterstützten Chemnitzer Aktionstages gegen Lehrermangel wendet sich der Kreiselternrat Chemnitz mit folgendem Offenen Brief an die sächsische Landespolitik:

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
sehr geehrter Herr Staatsminister Prof. Wöller,
sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Sächsischen Landtages,

zu den prägendsten Verabredungen bei der Wiedergründung des Freistaates Sachsen zählte unbestritten die Entwicklung eines den neuen gesellschaftlichen Bedingungen entsprechenden hochqualifizierten Bildungswesens, das das Recht eines jeden jungen Menschen auf eine seinen Fähigkeiten entsprechende Erziehung und Bildung ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage ebenso achtet, wie das Recht der Eltern, Erziehung und Bildung ihrer Kinder mitzubestimmen. Die Sächsische Verfassung erlegt dem Freistaat in diesem Kontext die Verpflichtung auf, die notwendigen finanziellen, sachlichen, organisatorischen und personellen Mittel für die Erfüllung eben dieser Bildungs- und Erziehungsziele verlässlich bereitzustellen. Es geschah gerade auch in dem Wissen, dass die Stärke unseres Landes in Bildung, Ideenreichtum und Schaffenskraft der sächsischen Menschen liegt.
Wir wissen aber auch, dass wir im Moment nur die Spitze des Eisberges in der Personalentwicklung erleben. Gleichzeitig zieht sich sich der Freistaat Sachsen fast komplett aus dem seit der Wende bestehenden Problem dringend nötiger Schulsanierungen zurück, dass besonders in den großen Städten mittlerweile zu teilweise beschämenden Zuständen geführt hat. Die unter Finanznot leidenden Kommunen können das nicht auffangen. Daher ist zu befürchten, dass die ersten nach der Wende sanierten Schulen bereits wieder abgenutzt sein werden, wenn der Aufbau nach der Wende noch lange nicht abgeschlossen sein wird.

Wohin soll diese Entwicklung des bislang auf seine Bildung stolzen Landes führen?
Verfassungsauftrag und Verfassungswirklichkeit stimmen aber längst schon nicht mehr überein. Inzwischen lebt das sächsische Bildungswesen von der Substanz, läuft der Freistaat Gefahr, dass sich das in PISA-Tests der Vergangenheit befeierte gute Abschneiden sächsischer Schüler ins Gegenteil verkehrt. Längst geht im Land Sachsen das Wort vom Bildungsnotstand um. Denn was in offiziellen „bunten” Lehrerbedarfsaufstellungen und Ausfallstatistiken noch als temporäre „Schieflage” verkauft wird, entpuppt sich inzwischen in der Praxis als längst nicht mehr hinnehmbare katastrophale Situation. Die massenhaften Abordnungen (Teilversetzungen) gerade auch von Chemnitzer Lehrern an andere, teils an mehrere Schulen führt zu starken Einschränkungen der Lehrerstundenzahl an den Stammschulen der abgeordneten Lehrer. Die Folge sind Fach- und Klassenlehrerwechsel in Größenordnungen, der Wegfall von Klassenleiterstunden und Förderunterricht, von Hausaufgabenbetreuung und AG-Angeboten. Der tatsächliche Stundenausfall an vielen Schulen hat längst nicht mehr vertretbare Ausmaße angenommen. Lehrer werden zu bloßen Stundenabhaltern degradiert. Für Mehrarbeitsstunden fehlt adäquate Entlohnung und motivierende Stimulanz.
Hier nur ein knapper Querschnitt aus Zuschriften besorgter Eltern vergangener Tage:
„Der Wechsel zwischen unterschiedlichen Schulformen und Lehrplänen wirkt sich auf die Qualität der Arbeit der betroffenen Lehrer aus.”

„Ich bin unzufrieden mit der Lehrermangelsituation … weil:
- zu viele Ausfallstunden stattfinden …
- das Stundenniveau durch überarbeitete Lehrer immer mehr sinkt
- genervte Lehrer sich nicht mit den Problemen von Kindern auseinandersetzen
- Hausaufgaben erteilt werden, deren Stoff im Unterricht behandelt werden sollte
- individuelle Förderung für leistungsstarke und leistungsschwache Schüler nicht ausreichend möglich ist”
„Ich bin unzufrieden… weil
- die Vertretungslehrer nur selten den aktuellen Stoff ausreichend behandeln oder nur Wiederholungen zu alten Stoffgebieten durchführen,
- manche Lehrer Fächer vertreten müssen, in denen sie keine Fachlehrer sind und deshalb ein anderes Fach unterrichten”

„Was wir nicht verstehen können, dass die LehrerInnen in anderen Schulen aushelfen müssen, obwohl doch in der eigenen Schule die „Luft brennt”.
„Ich bin unzufrieden,
1. weil gestresste Lehrer Schüler stressen
2. weil ständig wechselnde Fachlehrer kaum Vertrauen zu ihren Schülern aufbauen können
3. weil Lehrermangel offensichtlich zu mehr krankheitsbedingen Ausfallzeiten der Lehrer führt
4. weil die derzeitige Situation das Bildungsniveau senkt und langfristig einen Fachkräftemangel in Sachsen begünstigt
5. weil ein hoher Klassenteiler verhindert, dass die persönlichen Stärken unserer Kinder gefördert und Schwächen beachtet werden.”

Angesichts dieser konkret erlebten Bildungsmisere fordern wir Sie dringend auf, nun endlich diese Realitäten zur Kenntnis zu nehmen und dafür Sorge zu tragen, dass dem Lehrermangel in Sachsen durch konkrete politische Schritte entgegengewirkt wird. Grundvoraussetzung sind dafür zweifelsohne eine geänderte Lehrer-Tarifpolitik, die es Lehramtsabsolventen lukrativ macht, ihren Berufsweg in Sachsen zu beschreiten. Wie bereits in den Petitionen der Kreiselternräte Chemnitz, Dresden und Leipzig im Jahr 2009 an den Sächsischen Landtag gefordert, jedoch von der Staatsregierung und der sie tragenden Mehrheit bislang schlicht ignoriert, muss jetzt unverzüglich dem Sächsischen Landtag ein Bildungshaushalt unterbreitet werden, der es ermöglicht, adäquat zum altersbedingten Ausscheiden von sächsischen Lehrerinnen und Lehrern aus dem Berufsleben, fachbedarfsgerecht neue Lehrerinnen und Lehrer sowie Referendare in den sächsischen Schuldienst zu bringen.

An Bildung zu sparen, heißt jungen Menschen hier und heute individuelle Zukunftschancen zu nehmen, ist das Gegenteil von Generationengerechtigkeit und bedeutet, den Freistaat Sachsen einer seiner maßgeblichsten „Ressourcen” zu berauben.

So, sehr geehrte Damen und Herren Landespolitiker, wird der Freistaat Sachsen seinem Bildungsauftrag nicht gerecht!

Nehmen Sie endlich die Verantwortung Ihres Amtes und das Versprechen Ihres Amtseides wahr!
Kreiselternrat Chemnitz

2012-01-04-offener-brief-des-kreiselternrates-chemnitz-an-die-sachsische-landespolitik2011

Landtagsdebatte zum Einsatz von Lehrkräften

Donnerstag, September 29th, 2011

„Geisterfahrt“ des Kultusministers beim Einsatz von Lehrkräften zum Schuljahresbeginn beenden!

Mit nachfolgendem Link stellen wir Ihnen die aktuelle Debatte im sächsischen Landtag zur Abordnungspraxis von Lehrkräften komplett zur Verfügung.

plpr5_40_schuljahresbeginndebatte

Wichtige Termine

Montag, September 19th, 2011

11. Okt. 2011, Dienstag

19.oo Uhr - Mitgliederversammlung des KER-C
1. Mitgliederversammlung Sj11/12 des Kreiselternrates Chemnitz
Ort: vorauss. Dr.-Wilhelm-Andrè-Gymnasium (Aula)/ Teilnehmer: öffentlich! / Mitglieder des KER-C


29. Sep. 2011, Donnerstag

19.oo Uhr - 21.oo Uhr - AG“Gymnasien” & AG“Mittelschulen” des KER-C
Sondersitzung der AG“Gymnasien” &  AG“Mittelschulen” des Kreiselternrates Chemnitz
Ort: Dr.-Wilhelm-Andrè-Gymnasium/ Teilnehmer: nichtöffentlich! / Mitglieder der AG“Gymnasien” & AG“Mittelschulen” des KER-C

Bildungsnotstand durch Abordnungspraxis

Mittwoch, August 24th, 2011

Pressemitteilung des KER-C:

Durch Abordnungspraxis droht Bildungs-notstand – neues Schuljahr keinesfalls „gut vorbereitet“

In seiner heutigen Pressemitteilung zur Vorbereitung  des Schuljahres erklärt Kultusminister Prof. Wöller das neue Schuljahr für gut vorbereitet. In Wirklichkeit führen die massenhaften Abordnungen (Teilversetzungen) von Chemnitzer Gymnasial- und Mitteschullehrern an andere Schulen zu starken Einschränkungen der Lehrerstundenzahl an den Stammschulen der abgeordneten Lehrer. Die Folge sind Fach- und Klassenlehrerwechsel in Größenordnungen, nicht vertretbare Kürzungen im Bereich der Ganztagsangebote und im AG-Bereich, es entfallen Klassenleiterstunden und Hausaufgabenbetreuung. Ein steigender Ausfall von Unterrichtsstunden ist vorprogrammiert, da bei Erkrankung von Lehrern Vertretungen nicht mehr abgesichert werden können.

Die Tatsache, dass in manchen Lehrerkollegien mehr als die Hälfte der Lehrer zusätzlich an andere Schulen abgeordnet worden und ein gleichzeitiges Unterrichten nicht nur an 2 sondern an 3-4 Schulen keine Seltenheit ist, führt zu einem Bildungsnotstand, der aus Sicht des Kreiselternrates nicht mehr verantwortbar ist.
Wir fordern Kultusminister Prof. Wöller auf, diese sächsische Abordnungspraxis dringend zu beenden. Von einem gut vorbereiteten Schuljahr kann keine Rede sein. Lehrer herumzuschubsen wie Spielfiguren führt dazu, dass sich immer mehr Eltern und Schüler gegen öffentliche Schulen entscheiden. So wird  der Freistaat Sachsen seinem Bildungsauftrag nicht gerecht!

Annett  Bartl
für den Kreiselternrat Chemnitz

Das Dokument als PDF

Ortschaftsrat Grüna: KER-C hatte doch recht :(

Mittwoch, August 24th, 2011

Vor den Ferien erreichte uns noch ein Brief des Ortschaftsrates Grüna zum Thema Bürgerbegehren und Grundschulbezirke. In diesem Schreiben wird festgestellt, daß wider Erwarten der KER-C leider doch recht hatte mit seiner Einschätzung.  Es werden außerdem die tatsächlichen Folgen des Stadratsbeschlusses für Grüna aufgearbeitet, die recht abweichend ausfallen im Vergleich zu den von offizieller Seite geweckten Erwartungen.
Auf der letzten Seite werden dann freundliche Bitten formuliert und Fragen gestellt. Leider hat dieses sachliche und einsichtige Schreiben bis zur Sommerpause nicht das Echo erhalten, was es verdient hat. So veröffentlichen wir den Text hier in der Hoffnung, daß das nach der Sommerpause jetzt erfolgt.

Brief des Ortschaftsrates Grüna zur Klassenbildung im gemeinsamen Schulbezirk als PDF

Zur Presseinformation der Stadt Chemnitz über die “Ungültigkeit des Bürgerbegehrens”

Mittwoch, Mai 18th, 2011

Die Presseinformation „Bürgerbegehren zur Grundschulnetzplanung: Erforderliche Zahl der Unterstützer-Unterschriften nicht erreicht“, herausgegeben durch die Pressestelle der Stadt Chemnitz und damit nach allem Anschein auch durch die Oberbürgermeisterin mitverantwortet, erweckt rechtswidrigerweise den Eindruck, dass bereits eine Entscheidung über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens vorliegt.

§ 25 Abs. 3 Satz 1 der Gemeindeordnung sieht aber vor, dass ausschließlich der Gemeinderat, hier also der Stadtrat von Chemnitz, also die Körperschaft über die Zulässigkeit entscheiden kann. Dass dies in der Presseinformation nicht kenntlich gemacht wurde, steht in Kontinuität mit dem fortwährenden Agieren der Verwaltung gegen das Bürgerbegehren, begonnen mit der Weisung, Unterschriftenlisten zum Bürgerbegehren nicht an öffentlichen Schulen und Kitas auszulegen und der billigenden Inkaufnahme, dass bereits ausgelegte Listen belegbar jedenfalls in Kitas wieder eingezogen und den Einreichern nicht zurückgegeben wurden. Die Presseinformation ist eine Brüskierung des Stadtrates, der eigentlich den Beschluss über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens fassen muss.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens werden definitiv gegen einen Beschluss des Stadtrates über die Unzulässigkeit wegen vermeintlichem Nichterreichen des Quorums Widerspruch einlegen und Akteneinsicht beantragen. Sie wollen sich Aufschluss verschaffen, ob nicht buchstäblich mit der Lupe Anlässe gefunden worden, um Unterschriften für ungültig zu erklären. Nicht zuletzt deshalb, weil alle Kommentierung und Rechtsprechung bis hin zum Verfassungsgericht besagt, dass das Fehlen einzelner Angaben beim Bürgerbegehren dann unschädlich ist, wenn eine eindeutige Identifizierung des Unterzeichners der überprüfenden Gemeindevertretung dennoch möglich ist.

Sollte sich nach ggf. gerichtlicher Prüfung herausstellen, dass das Quorum tatsächlich unerfüllt ist, bleibt der politisch erklärte Wille von deutlich über 10.000 Chemnitzer Wahlberechtigten, gegen die Entscheidung zur Bildung gemeinsamer Grundschulbezirke in Chemnitz im demokratischen Beteiligungsverfahren vorzugehen.

Am Sonnabend tagt auf Einladung der OB erneut das Chemnitzer Bürgerforum. Dort geht es theoretisch um eine größere Einbindung von Bürgern in politische Entscheidungen. Die Eltern halten es vor diesem Hintergrund für angezeigt, dass die Stadt Chemnitz den Elternvertretungen ein Gesprächsangebot unterbreitet. Somit könnte dem tausendfach geäußerten Elternwillen für eine andere politische Entscheidung zur Bildung der Grundschulbezirke, als der durch den Stadtrat getroffenen, eine Chance gegeben werden. Das wäre eine tatsächlich praktizierte partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Bürgern.

Annett Bartl

Vorsitzende des Kreiselternrates Chemnitz (Schulen) und Mitinitiatorin des Bürgerbegehrens

Leif Wetzel-Dresch

Vorsitzender des Stadtelternrates Chemnitz (Kitas)

Pressemitteilung als PDF: pm-bbg-20110512.pdf

Mitgliederversammlung am 23. Mai 2011

Mittwoch, Mai 18th, 2011

Liebe Mitstreiter,

anbei ist die Einladung zur nächsten Mitgliederversammlung des KER-C.

Diese findet am

Montag, dem 23.05.2011, 19:00 Uhr
in der Aula des Dr. Wilhelm-André-Gymnasiums
Henriettenstraße 35, 09112 Chemnitz statt.

Bis spätestens dahin und viele Grüße,
Euer Vorstand

Einladung als PDF

Demokratieverständnis statt Grundschulbezirke neu ordnen

Montag, Februar 28th, 2011

Update: Die Veranstaltung wurde wegen einer Erkrankung des Schulbürgermeisters kurzfristig abgesagt bzw. verschoben.

Liebe Elternvertreter,

wir bitten, die beigefügte Presseerklärung zur Kenntnis zu nehmen und an alle Klassensprecher der Grundschulen weiterzuleiten.

Bitte lassen wir uns im Elan der Unterschriftensammlung nicht bremsen. Zur Motivierung und zur Unterstützung der Unterschriftensammlung füge ich noch einen Beitrag des Stadtstreichers bei, der sehr klar und allgemeinverständlich die Problematik des Bürgerbegehrens darlegt.

Wir bitten um Rückmeldung, ob wir das Abholen von Unterschriftenlisten an diversen Sammelstellen veranlassen sollen, um  einen Großüberblick über den Unterschriftenstand zu erhalten.

Viel Erfolg und beste Grüße
Annett Bartl

Anlagen: Artikel im Stadtstreicher

Mitteilung als PDF

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Auch die Lehrer gehen auf die Barrikaden!

Montag, Februar 28th, 2011

Auch die Lehrer wehren sich jetzt gegen die fortlaufenden Kürzungen im Bildungsbereich (siehe u.a. Freie Presse vom 18.2.2011, “Gerangel um Sachsens Lehrer”) und kündigen einen Warnstreik am 3. März 2011 an.

Bitte beachten Sie hierzu die Informationen an Ihrer Schule!

Hierzu sollen die Eltern jeweils noch in den beteiligten Schulen Elternbriefe erhalten. Nachfolgend zitieren wir auszugsweise ein Beispiel eines solchen Briefes der Lehrer an die Eltern einer Chemnitzer Schule. Wir hoffen, daß die Lehrer ihre Aktion auch zur Unterstützung des Bürgerbegehrens nutzen. ;)

Beispiel eines Elternbriefes:

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Bürgerbegehren: Erhalt Grundschulen - kurze Wege für kleine Beine gestartet

Mittwoch, Februar 2nd, 2011
Update: Aktuelle Informationen zum Bürgerbegehren finden Sie hier.

Pressemitteilung des KER-C

Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Kreiselternrates am gestrigen Dienstagabend wurde das Bürgerbegehren „Erhalt Grundschulen - kurze Wege für kleine Beine“ gestartet und die ersten 2.500 Exemplare der Unterschriftenlisten ausgereicht. Der Stadtelternrat Kita erklärte noch am gestrigen Abend in der Mitgliederversammlung ausdrücklich seine Beteiligung und Unterstützung für das vom Kreiselternrat Chemnitz initiierte Bürgerbegehren.

Mit dem Bürgerbegehren wird die Aufhebung der in der Sitzung des Chemnitzer Stadtrates vom 26.01.2011 beschlossenen Satzung zur Festlegung der  Schulbezirke an Grundschulen (Beschlussvorlage Nr. B-012/2011) angestrebt, da mittels dieser Satzung die Einzelschulbezirke aufgehoben und gemeinsame Schulbezirke gebildet werden, die aber der Stadt Chemnitz die Möglichkeit der indirekten Einflussnahme auf die Bildung von Grundschulklassen nimmt. Da eine rechtswirksame, einklagbare Festlegung zur Bildung einer ersten Klasse an jedem Grundschulstandort ab der gesetzlichen Mindestschülerzahl 15 fehlt, ist zu befürchten, dass mit einer Klassenbildung anhand der Maximalzahl 28 alle einzügigen (und ein Teil der zweizügigen) Grundschulen in den nächsten Jahren durch Nichteröffnung von ersten Klassen und damit verbundene Mitwirkungsentzüge leergezogen und geschlossen werden.
Eine unverzügliche Rückkehr zu den vorher bestandenen Einzelschulbezirken gibt die Rechtssicherheit, dass an jeder Grundschule, in der 15 Anmeldungen vorhanden sind, auch eine erste Klasse eröffnet wird.
Der KER-C sieht in der Zusammenlegung der Grundschulbezirke außerdem keine Lösung für das eigentliche Problem fehlender Lehrerstellen durch die altersbedingten Abgänge in den kommenden Jahren.

Anhang: Der frei kopierbare Vordruck des Bürgerbegehrens:  Formular zum Bürgerbegehren als PDF

Update: Hier eine Kurzerklärung zum Bürgerbegehren KURZE WEGE FÜR KLEINE BEINE zum Download als PDF

Das Bürgerbegehren wird zu unserer großen Freude vom Stadtelternat KiTa’s und Horte unterstützt. Informationen hierzu auch auf deren Website.