Archiv für Kategorie: Schulhausbau

PISA - wie sich Sichtweisen wandeln!

Freitag, November 21st, 2008

Als die ersten PISA-Studien herauskamen, stand Deutschland unter Schock. Die Bundesrepublik - das Land der großen Denker und Dichter - ganz weit hinten im Mittelfeld! Wie konnte das geschehen?

Schnell schien die Erklärung gefunden: Die Bewertungskriterien seien falsch, nicht repräsentativ und bzw. oder würden keinen echten Vergleich zulassen.

Am 02. Mai 2005 philosophierte Oberstudiendirektor Josef Kraus vor zahlreichen Zuschauern auf einer Veranstaltung des Johann-Amos-Comenius-Clubs unter der Überschrift “Schule im Würgegriff der PISA-Kampagne?”. Er stellte hier - durchaus streckenweise auf sehr amüsante Art und Weise - sieben Widersprüche, Zweifel und Diagnosen zu PISA auf.

Zunächst zweifelte er die “Repräsentativität” an um dann in Punkt 2 die “Legendenbildung um die Gesamtschule” darzustellen. Einmal bei Legenden angekommen, dozierte er unter Punkt 3 über “Legenden um die Skandinavier”, unter Punkt 4 über “Die Legende von der angeblichen Disparität des gegliederten Schulwesens”, unter Punkt 5 über “Legenden um Ganztagsschule” und unter Punkt 6 über “Legenden um Privatschulen”. Unter Punkt 7 schliesslich setzte sich der Referent mit Diagnosen und Psychodiagnosen auseinander.

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Wie den Schulhausbau finanzieren ?

Mittwoch, November 19th, 2008

Sprachheilschule Ernst Busch

Chemnitz will Schulen sanieren, doch woher das Geld nehmen?

Die Stadt Chemnitz will verstärkt nunmehr auch Grund- und Mittelschulen sanieren. Die Gelder waren im Haushalt eingestellt, die Fördermittelanträge gestellt. Für das Fliessen der Mittel und somit für den Baubeginn stehen jedoch derzeit die Ampeln auf Rot, seit das Kultusministerium Sachsen im Frühjahr 2008 eine neue Förderrichtlinie herausgab und die Stadt Haushaltkürzungen wegen zu erwartender sinkender Einnahmen avisierte.

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Kreiselternrat Dresden: Einladung an Angela Merkel zum Bildungsgipfel

Mittwoch, November 19th, 2008

Die Ergebnisse der letzten PISA-Studie sind sicher Anlaß zur Freude für Sachsen. Man muß dabei aber auch klarstellen, daß das vor allem ein Erfolg der engagierten Lehrer in unserem Land ist.

Denn die Bildungspolitik in Sachsen hat auch ihre dunkle Seite. Diese gibt es in allen großen Städten Sachsens, nicht nur in Chemnitz. Der Kreiselternrat Dresden hat dies sehr schön mit zwei Aktionen herausgearbeitet:

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Deutschland: “Bildungsgipfel” - Schulstreiks und 100.000 Demonstranten bundesweit
Sachsen : Haushaltsgesetz 2009/2010 - 8.000 Demonstranten vor dem Landtag!

Mittwoch, November 12th, 2008

Mehr als 100.000 Schüler, Stundenten und Lehrer demonstrierten für eine bessere Bildung!

Trotz Finanzkrise und aberwitzigen Mittelbereitstellungen für die Kompensierung der Fehler von Finanz- und Autobranche sprechen führende Politiker und Finanzexperten von “Kurs halten” auf dem Weg der “Haushaltskonsolidierung” und vom “(Ein-)Sparen”, verfolgen scheinbar weiter das hohe Motto “Keine Hypotheken auf zukünftige Generationen!”

Dies zeigt sich dann wie folgt?

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Gesprächsangebote nutzen

Dienstag, November 11th, 2008

Der Vorstand des Kreiselternrates Chemnitz hat - beginnend vor den Ferien - mehrere Telefonate mit den Fraktionen des Chemnitzer Stadtrates geführt, in welchem er direkte Gesprächsangebote über Sondierungen zu Formen einer weiteren Zusammenarbeit unterbreitete. Diese wurden - nach unserem Empfinden - durchweg positiv aufgenommen, auch wenn es zu den Gesprächen selbst bisher noch nicht gekommen ist.
Positiv wurde deshalb die Einladung der Stadträtin Doris Müller (SPD/Mitglied des Schulausschuss) zu einer Veranstaltung der SHG “Innovative Ingenieure” im Otto-Brenner-Haus zum Thema “Die Schulpolitik im Freistaat Sachsen” mit ihr und dem Fraktionsvorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Martin Dulig (Mitglied im Ausschuss “Schule und Sport”, Sprecher für Bildungspolitik) aufgenommen. Für den Kreiselternrat Chemnitz nahmen an der Veranstaltung (23.10.2008/14:00 Uhr) Herr Bernd Günther, Herr Jonas Lange und Herr Andreas Müller teil.

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Vorbereitungsgespräch für Einwohnerversammlung Chemnitz-SÜD

Dienstag, November 11th, 2008

Rechtzeitig vor Durchführung der Einwohnerversammlungen in den Stadtteilen werden die Vertreter der Interessengruppen der Stadt in das Rathaus geladen, um die dort bestehenden Probleme aus ihrer Sicht zu schildern. Unser Termin war am 01.09.2008/14.oo Uhr. Der Kreiselternrat wurde durch Herrn Müller vertreten. Seitens des Jugendforums nahm Frl. Keller teil. Seitens der Stadt waren Herr Näther (Amtsleiter Schulverwaltungsamt) sowie Frau Lorenz vom Bürgerbüro zugegen.

Als Probleme wurden unsererseits u.a. angesprochen:
1) Umzug der Albert-Schweitzer-MS
2) Frage der Abendschulen
3) Bauzustand eines Teils der J.-Trüper-FS
4) Problematik der Sprachheilschule

Zu anderen Stadtteilen abschweifend wurde die derzeit noch nicht feststehende finanzielle Absicherung der Baumaßahmen für die “Köh”/CSM, die Raumlösung für die Untere Louisen-Schule -MS- und die generell problematische Situation bei den Fördermitteln mit Herrn Näther disktiert.

Nicht unerwähnt blieb natürlich auch die ganz allgemeine Mißbilligung bezüglich der generellen Beteiligung bei Anhörungsprozessen und den Spannungen gegenüber dem Dezernenten von D1.

28. Mai 2008: Presseerklärung des Vorstands des KER-C betreffs sog. “sofortiger Vollziehung” des Umzugs der Schweiter-MS

Montag, Juni 2nd, 2008

nachträgliche Anmerkung vom 2.Juni 2008: bislang ist kein Genehmigungsschreiben des SMK bei uns eingegangen

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach Kenntnisnahme der Mitteilung “Anordnung der sofortigen Vollziehung gemäß § 80 Abs. 2 Nr. 4 VwGO” zum äußerst umstrittenen Umzug der Albert-Schweitzer-MS müssen wir Ihnen folgendes mitteilen:

Anscheinend soll eine sachliche Behandlung von Widersprüchen der Bürger ausgehebelt und stattdessen die Widersprüche der Bürger in bare Münze für das Stadtsäckel verwandelt werden.

Nach vorläufiger Prüfung müssen wir demgegenüber zunächst erst einmal ganz klar feststellen, daß diese Entscheidung nicht rechtens sein kann.

Die Anordnung nimmt u.a. Bezug auf ein angebliches Schreiben des SMK vom 19.Mai 2008, welches diesen Umzug genehmigen würde. Ein solches Schreiben darf aber unseres Ermessens nach gar nicht existieren, denn es wäre nach unserer Auffassung rechtswidrig. Das SMK kann eine solche Genehmigung nämlich nicht erteilen, da ja - wie von uns schon oft betont - noch keine Anhörung zu diesem mal geplanten und mal nicht geplanten Umzug stattgefunden hat. Eine Anhörung zum Beschluß B-83/20= 08 vom 19.3.2008 ist aber nach §74 Schulnetzplanungs-VO (http://ker-c.de/info/snp.html) und §20 Elternmitwirkungsverordnung (http://ker-c.de/info/EMVO.html) zwingend vorgeschrieben.

Deshalb können nur zwei Dinge zutreffen:

  1. Ein solches Schreiben existiert nicht, oder
  2. Das SMK hat das Schulrecht mißachtet.

Deswegen verlangen wir, daß dieses Schreiben - so ein solches tatsächlich existieren sollte - sofort offengelegt werden muß. Wir verlangen au=DFerdem die umgehende (d.h. Morgen) Zusendung dieses Schreibens entsprechend §74 Schulnetzplanungs-VO, §7 Schulnetzplanungs-VO, §20 Elternmitwirkungs-VO und §48 Schulgesetz an den Kreiselternrat Chemnitz.

Wir möchten darauf hinweisen, daß entsprechend der Anzahl der Widersprüche gegen den Beschluß, die die Zahl der Schüler der Schule laut Amtsblatt bei weitem übersteigt, ein erhebliches öffentliches Interesse an der Aufklärung des Sachverhaltes deutlich wird. Unter diesen Umständen wäre es am morgigen Abend ohne Eingang diese Schreibens mehr als naheliegend, daß ein solches Schreiben überhaupt nicht existiert.

In beiden Fällen ist die im Amtsblatt veröffentlichte Anordnung natürlich hinfällig.

Weitere Wortmeldungen des KER-C zu diesem Thema sind zu erwarten.

Mit freundlichen Grüßen,

gez. Andreas Müller (Vorsitzender KER-C) gez.Ines Hetzel (erste stellv. Vors. KER-C) gez. Jonas Lange

Link zum Amtsblatt 174 der Stadt Chemnitz mit der Anordnung auf Seite 3(PDF)

Einsparungen bei den Grundschullehrern trotz steigender Schülerzahlen?

Samstag, April 12th, 2008

Wer gemeint hat, daß nach dem Abbau der Lehrkräfte (Altersteilzeit etc.) jetzt mit dem Wiedererstarken der Schülerzahlen die Rücknahme der Teilzeitregelung bei den Grundschullehrern keine Frage sein kann, sieht sich jetzt schwer getäuscht: Laut einem Bericht der Chemnitzer Morgenpost sind im sächsischen Staatshaushalt weitere Einsparungen bei den Grundschullehrern geplant. Die Zeitung berichtet über die Informationen von Staatsminister Steffen Flath bzgl. der Lehrerstellen: “Der Staatshaushalt sieht eher Stellenstreichungen vor.”
Da liegt also der Hase im Pfeffer!
Wir hatten uns zwar schon länger gefragt, wie die betriebene Personalplanung längerfristig aufgehen kann, aber das trifft doch hart. Der sogenannte “Klassenrichtwert” soll also offenbar deshalb in der Schullandschaft der Städte “restriktiv durchgesetzt” (SMK laut Freie Presse) werden, weil man sich dadurch trotz steigender Schülerzahlen weitere Einsparungen bei den Lehrkräften erhofft. Wie wir besonders in der letzten Pressemitteilung vorgerechnet haben, wird das kaum funktionieren.
Naheliegend ist daher, daß die offensichtlich angezielten Einschnitte im Grundschulnetz letzten Endes kaum auf die Großstädte beschränkt bleiben dürften. Bleibt noch die Frage, wann wohl das Vorgehen auf den ländlichen Raum ausgedehnt werden wird?
Vielleicht nach den Wahlen?

Kultusministerium: Das Schulgesetz ist nicht für Chemnitz

Mittwoch, April 9th, 2008

Heute hat das SMK in einer Pressemitteilung mitgeteilt, daß die im Schulgesetz definierten Mindestgrößen und Zügigkeiten der Schulen künftig für das SMK nur noch für den ländlichen Raum gelten. Zusätzlich wird die Presse kritisiert, da nach Ansicht des SMK einige Sachverhalte nicht korrekt wiedergegeben worden wären. Wir hatten allerdings den Eindruck, daß die Freie Presse schon ganz genau verstanden hat, worum es zumindest für die sächsischen Großstädte hier eigentlich geht.

Bitte lesen Sie die vollständige Presseerklärung des SMK hier.


Aufgrund der Dringlichkeit der Sache haben wir noch einmal die Köpfe zusammengesteckt und mit einer Presseerklärung geantwortet.

Das war notwendig, weil:

  • Diese Richtwerte sind u.E. in der Praxis gar nicht erreichbar, wie wie sich aus unserem Rechenbeispiel ergibt
  • Es ist für uns damit auch kein nennenswerter wirtschaftlicher oder sonstiger Vorteil erkennbar
  • Der politische Schaden, der angerichtet werden würde, ist nicht absehbar
  • Es ist nunmehr notwendig, den 2003/04 augehandelten Kompromiß zum Schulgesetz auch in den Verwaltungsvorschriften in die Praxis umzusetzen.

  • Bitte lesen Sie die vollständige Presseerklärung des KER-C
    im HTML-Format

    oder
    als PDF-Dokument.

    PRESSEERKLÄRUNG des Vorstands des KER-C zum Schulhausbau

    Dienstag, April 8th, 2008

    Der Kreiselternrat Chemnitz beschäftigt sich bereits seit einiger Zeit mit der neuen Förderrichtlinie zum Schulhausbau. Bisher ging er davon aus, daß es möglich sei, vor einer öffentlichen Thematisierung hier über Gespräche mit der Landesregierung Alternativen zu finden. Die Vorbereitungen im Gremium hierzu waren zum Wochenende weitgehend abgeschlossen und sollten diese Woche in eine Kontaktaufnahme zur Landesregierung münden.

    Wie der Kreiselternrat Chemnitz heute allerdings der Freien Presse (S.11: „Schulsanierungen stehen auf der Kippe“) entnehmen mußte, besteht bereits derzeit die akute Gefahr der Nichtbereitstellung von Fördermittel für die von uns ausdrücklich begrüßten Sanierungsmaßnahmen im Grundschulbereich.

    Die hierbei aufgeführten Begründungen des Regierungssprechers Dirk Reelfs sind für den Kreiselternrat nicht nur nicht nachvollziehbar, sondern enthalten aus unserer Sicht eine enorme politische Brisanz.

    Damit wolle der Freistaat nur noch dann Geld bereitstellen, wenn die Klassengrößen den im Schulgesetz verankerten Richtwert erfüllten.“ (Zitat Freie Presse)

    Hierzu ist anzumerken, daß der Richtwert ausdrücklich nicht im Schulgesetz steht!

    Der Klassenrichtwert steht nur in in einer Verordnung von 2001, die – freundlich ausgedrückt - “vergessen“ wurde, auf die mit der Novellierung des Schulgesetzes von 2003-4 (als Kompromiß zum Volksbegehren) neuen Bedingungen und Klassenzahlen anzupassen!

    Diese Verordnung steht in mehreren Punkten im Widerspruch zum Gesetz!

    So ist die Obergrenze für Klassen im Schulgesetz mit 28 festgelegt. Eine Teilung (erst) mit 33, wie in der Verordnung beschrieben, ist somit nach dem Gesetz nicht mehr zulässig!

    Der Richtwert ist eine rein rechnerische Größe. Durch die Veränderung des Spielraumes für die Klassenbildung ist er nach allen Regeln der Wahrscheinlichkeitsrechnung notwendiger Weise auch deutlich nach unten zu korrigieren.

    Beispiel Grundschulen:

    Früher: 15 bis 33         Richtwert: 25             Mitte zwischen Max und Min: 24

    Heute: 15(14) bis 28     Richtwert: ?              Mitte zwischen Max und Min: 21,5

    Unser heutiger Vorsitzender des Kreiselternrates Chemnitz, Andreas Müller, war persönlich maßgebend daran beteiligt, daß es im Chemnitzer Renaissance-Hotel zu Verhandlungen zwischen Vertretern des Landtages, den gesetzlichen Elternvertretungen und den Vertretern des Volksbegehrens kam.

    Die heute im Schulgesetz stehenden Zahlen (§4a) sowie der Punkt 6 der Ausnahmetatbestände waren ein von ihm eingebrachter Kompromißvorschlag in den Verhandlungen zum Volksbegehren und eindeutig darauf abgelegt, den bis dato maßgebenden und heftig umstrittenen Klassenrichtwert abzulösen.

    Die Schulnetzplanungen wurden letztlich auch auf diesen neuen Zahlen hin genehmigt!

    Gerade deswegen ist es heute so brisant, wenn nun die überholten und unserer Auffassung nach dem Schulgesetz widersprechenden Zahlen – entgegen der Aussage des Kultusministers selbst, die nächsten 10 bis 15 Jahre keine Schulen mehr schließen zu wollen (02.12.2006 vor dem Landeselternrat) – als Begründung für eine indirekte Schulschliessungswelle genutzt werden sollten – denn hierauf zielt u.E. eine Verweigerung der Bereitstellung der Mittel letztlich ab.

    Der Kreiselternrat appelliert nachdrücklich an den Kultusminister und den Landtag, die zarte Pflanze des seit dem Volksbegehren gewachsenen Vertrauen nicht so einfach zu opfern und hier schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen.

    Vorstand des Kreiselternrates

    Als Anlage haben wir die tatsächlich geltenden Regelungen auszugsweise aufgeführt!

    Die gesamte Presseerklärung mit Anlagen als PDF-Dokument.