Frau
Knorr: "...die Stadt Chemnitz
legt heute eine Rahmenschulplanung für die Grund- und Mittelschulen
vor, die durch zwei Sachverhalte notwendig wurde:
1. die Entwicklung der
Schülerzahlen in unserer Stadt, die im Jahr 2001 ihren Tiefpunkt mit
1213 Schulanfängern erreicht und damit noch nicht einmal die Hälfte
der Schulanfänger des Jahres 1996 ausmacht, und
2. die Vorgabe des Sächsischen
Kultusminister- riums, die dem Schulausschuß in der August- sitzung
mitgeteilt wurde, die da heißt, eine abschließende Schulnetzplanung
bis Ende des Jahres aufzustellen mit den Prämissen, mindestens 25 Kinder
in einer Klasse und eine Zweizügigkeit auch im Grundschulbereich herzustellen.
.......
Einvernehmlich, und das
möchte ich ganz besonders betonen, wurde von allen im Schulausschuß
vertretenen Fraktionen auf Grundlage des vom Kultusministerium vorgegebenen
Rahmens drei Kriterien für die Schulnetzplanung aufgestellt:
1. Jeder Stadtteil der Stadt Chemnitz soll mindestens eine Schule haben, denn jede Schule ist ein soziales und kulturelles Zentrum,
2. Kurze Wege für kurze Beine.
3. Keine weißen Flecken
in den Randgebieten von Chemnitz in Bezug auf Schulen.
Damit haben wir beispielsweise
auch Grundschulen in Euba, Kleinolbersdorf, Klaffenbach oder Mittelbach
erhalten, obwohl es problematisch sein wird, in manchen der aufgezählten
Ortsteile 15 Kinder für die 1. Klasse zu erreichen. An dieser Stelle
ist die Stadt Chemnitz bereit zu kämpfen.....
Grundlage einer Rahmenplanung ist:
1. das "Öffentliche Bedürfnis"!
2. das "Öffentliche Bedürfnis"!
3. das "Öffentliche Bedürfnis"!
Ökonomische Kennziffern, insbesondere des Landes, können nur insoweit Berücksichtigung finden, sofern diese den Regelungen zum Öffentlichen Bedürfnis nicht widersprechen!
- Petition im Landtag
- BKS- Handreichung
Kriterien für öffentliches Bedürfnis:
-> Bevölkerungszahl im Schulbezirk
-> Wanderungsbewegungen
-> Schülerzahlen
-> Sinkende/steigende Geburtenraten
-> Dichte der Besiedlung
-> Verkehrswegesituation und Infrastruktur
-> Schulstruktur in angr. Nachbargemeinden,
-> Haushaltlage des Schulträgers
-> Interessenlage der Erziehungsberechtigten
-> Profilangebote,
Sondermaßnahmen...
Richtwerteinhaltung:
Grundschulen: 20,6 zu 25,0
Mittelschulen: 22,7
zu 25,0
Stadtteile ohne Schule/Weiße Flecken:
Rottluff,
Stelzendorf
Furth .....
Kurze Wege?:
Kaßberg/Altendorf
Röhrsdorf /Wittgensdorf/Borna
Adelsberg/Kleinolbersdorf/Euba
Kampf oder politische Polemik?
Bestandsgefährdung bereits in Rahmenpla-
nung fixiert!
Alternative Schulmodelle
Integrationsklassen