Betreff:
Haushaltdefizit 2002 in Chemnitz - Die Haushaltsperre und ihre Auswirkungen auf KiTas, Schulen, Horte und Jugendeinrichtungen
Die Stadt Chemnitz hat infolge zu erwartender Mindereinnahmen eine Haushaltsperre eingelegt. Mit der Haushaltsperre verbunden sind massive Einsparungen auch auf den Gebieten der Jugendarbeit und insbesondere der Schulen. Die hieraus resultierenden Folgen für die Betreibung von Schulen und Jugendeinrichtungen, der Gestaltung eines guten Unterrichts sowie in Bezug auf die Mehrbelastung der Eltern sind katastrophal!
Eine positive Begleitung der derzeit geplanten Einsparungen im Sinne eines Mittragens ist für den Kreiselternrat Chemnitz ausgeschlossen und er hat deshalb Herrn Andreas Müller verpflichtet, dies auch im Schulausschuß so mitzuteilen.
Gleichzeitig hat sich deshalb der Kreiselternrat Chemnitz nachdrücklich schriftlich an alle Entscheidungsträ- ger der Stadt Chemnitz gewendet, alles - und wirklich alles - zu unternehmen, um zumindest die nachfolgend an einigen, besonders bezeichnenden Auswirkungsbeispielen erläuterten Bereiche (Punkt 1 bis 4/Anlage 1) aus der Einsparmasse herauszuhalten:
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Einsparungen, welche sich direkt oder indirekt auf die Unterrichtsgestaltung auswirken
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Einsparungen, welche sich direkt oder indirekt als finanzielle Mehrbelastung für die Eltern auswirken
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Einsparungen, welche sich direkt oder indirekt auf den Betrieb von Jugeneinrichtungen auswirken
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Einsparungen bezüglich der, den Schulen zur eigenverantlichen Nutzung übergebenen Mitteln
Die Stadt Chemnitz hat bisher viel für die Jugendlichen getan, z.T. aus eigenem Antrieb, z.T. auf Drängen der in Chemnitz relativ starken und konstruktiv arbeitenden Bürgervertretungen (z.B.: Agenda, Umweltzentrum, Elternräte, Schülerräte, Vereine etc.). Wir haben gemeinsam gerungen, um das Beste für unsere Jugend. Manchmal gegeneinander, machmal miteinander! Dies ist kein einfacher Weg, wichtig aber ist letztlich das Resultat!
Der Kreiselternrat Chemnitz schätzt ein, daß es in Chemnitz ein, in vielen Punkten erfolgreicherer Weg im Sinne unserer Jugend ist, als in anderen Städten/Landkreisen des Freistaates. Hierauf können wir gemeinsam stolz sein. Aus diesem Grund beschäftigt sich der KER-C seit längerem damit, wie dies positiv in die Stadtwerbung eingebunden werden kann (Anlage 2).
Es ist insbesondere seit 2000 offensichtlich geworden, daß vieles möglich ist, wenn alle Seiten gemeinsam darum ringen, insbesondere bei so einem wichtigen Thema, wie die Gegenwart und Zukunft unserer Jugend. Sicher ist der Zielkonflikt aus Einsparungsnotwendigkeit und der Notwendigkeit zur noch besseren Sicherung der Entwicklung unserer Jugend ein großes Problem bei der Abwägung der Prämissen. Wir, der Kreiseltern- rat Chemnitz, sind aber optimistisch, daß es gelingen wird, Wege zu finden, auch diesen Zielkonflikt im Sinne der Kinder, der Eltern und der Stadt Chemnitz allgemein, positiv aufzulösen. In diesem Sinne bieten wir Ihnen unsere konstruktive Gesprächsbereitschaft an und wünschen allen riesigen Erfolg bei der Suche nach Alternativen!
gez. gez. gez. gez.
Thomas Fenner Dipl.-Ing. Andreas Müller Dipl.-Ing. Uwe Stelzmann Jonas Lange
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